Licht und Farbe

Licht ist der schmale Bereich von 400 bis 700 Nanometer aus dem großen Spektrum der elektromagnetischen Wellen (Wechselströme, Radio- und Fernsehwellen, Radar, Mikrowellen, Röntgen- und kosmische Strahlung) für den das Auge empfindlich ist.
Weißes Licht ist ein gleichmäßiges Gemisch aus allen Wellenlängen des sichtbaren Bereichs, das beim Durchgang durch ein Prisma in die einzelnen Anteile aufgefächert wird:
Am stärksten gebrochen werden kurze Wellen, am wenigsten gebrochen werden lange Wellen. Zur Vereinfachung teilt man weißes Licht grob in die drei Bereiche "Blau" (400 - 500 nm), Grün (500 - 600 nm) und Rot (600 - 700 nm) ein.

Bei der farbigen Reproduktion werden diese Anteile eines Bildes herausgefiltert - man spricht von einem RGB-Bild.

Wie entstehen die anderen Farben?

Durch Mischung von Lichtern in den sogenannten Primär- oder Grundfarben Blau, Grün und Rot kann jede andere Farbe erzeugt werden:
  • blaues und grünes Licht ergibt Cyan (Blaugrün)
  • blaues und rotes Licht ergibt Magenta (Purpur oder Pink)
  • rotes und grünes ergibt Gelb

Wichtig: man muß bei dieser Farbmischung Lichter aus den drei Farben R, G, B zusammen projizieren, addieren. Man nennt diese Farbmischung daher auch additive Farbmischung oder Lichtfarbenmischung.

Beim Druck auf Papier (egal bei welchem Druckverfahren) werden aber Farbstoffe zusammengemischt, die jeweils einen Teil des Lichts absorbieren oder vom Licht subtrahieren.

Der Name dieser (Druck-)Farbmischung ist daher subtraktive Farbmischung oder Körperfarbenmischung. Für den Druck müssen daher andere Farben verwendet werden. Die Primärfarben der subtraktiven Farbmischung sind Gelb, Magenta und Cyan:
  • Gelb und Magenta ergeben Rot
  • Gelb und Cyan ergeben Grün
  • Cyan und Magenta ergeben Blau

Wie man hier feststellen kann hängen additive und subtraktive Farbmischung eng zusammen: aus der Mischung zweier Primärfarben der einen Mischart ergeben sich die Primärfarben der anderen. Diesen Zusammenhang verdeutlicht der Farbstern:
Im Farbstern gegenüber liegen sich die sog. Komplementärfarben, die übereinander projiziert Weiß, übereinander gedruckt (theoretisch) Schwarz ergeben. Zwischen zwei Grundfarben einer Mischart liegt jeweils deren Mischfarbe. Leider sind die heute erhältlichen Druckfarben nicht besonders rein, so daß bei der Mischung dieser realen Farben keine sauberen Mischfarben entstehen. Außer aufwendigen Korrekturen beim Zusammendruck ist als zusätzliche (theoretisch überflüssige) vierte Druckfarbe noch Schwarz notwendig. Für den Druck eines Farbigen Bildes sind daher vier Farbanteile notwendig, man spricht von einem CMYK-Bild (Cyan, Magenta, Yellow, Kontrast = Schwarz)

Ein Scanner oder eine Digitalkamera erfaßt die Farben einer Vorlage additiv als RGB-Bild. Für den Druck müssen diese Bilddaten in das CMYK-Farbsystem umgewandelt werden. Bei einfachen Tintendruckern für den Heimgebrauch erledigt diese Umwandlung der Druckertreiber. Im professionellen Bereich sollten Sie selbst die entsprechenden Parameter zur Vierfarbseparation von RGB nach CMYK einstellen, denn je nach Druckverfahren, Bedruckstoff, Druckmaschine und Kundenwunsch sind hier die unterschiedlichsten Optionen möglich.